Berufseinsteiger:innen sehen sich nur ein Jahr im ersten Job
TRENDKRAFT
Der Arbeitsplatz als Ort der Selbstentfaltung
Allen gängigen Vorurteilen zum Trotz betrachtet die Generation Z Arbeit im Jahr 2025 als eine wichtige Quelle der Erfüllung (92%). Der Arbeitsplatz wird von 72% der jungen Talente positiv wahrgenommen. Im Vergleich zu Studierenden empfinden Berufseinsteiger:innen die Arbeitswelt mit zunehmender Praxiserfahrung als etwas weniger spannend (65% vs. 57%) und kollaborativ (58% vs. 52%). Doch im Vergleich zu Studierenden beurteilen sie den Arbeitsalltag als einfacher (50% vs. 28%) und entspannter (43% vs. 30%).
Insgesamt gehören neben einer guten Bezahlung (89%) auch ein wohlwollendes Arbeitsumfeld (86%), gute Beziehungen zum Team und den Kolleg:innen (85%) sowie eine angenehme Work-Life-Balance (84%) zu den wichtigsten Erwartungen an den ersten Job.
Der langfristige Vertrag ist kein „Must have“ für die Gen Z
Der Berufseinstieg ist für junge Talente vor allem eine Übergangserfahrung: Fast die Hälfte der Studierenden plant nach dem Abschluss keinen unbefristeten Arbeitsvertrag. 20% streben einen befristeten Vertrag an, 11% erwägen als Freelancer zu arbeiten, 6% sehen sich als Unternehmer:innen und 4% interessieren sich für ein Graduiertenprogramm. Ein unbefristeter Vertrag kommt immerhin noch für 54% in Frage.
Unsicherheit als Chance für Weiterentwicklung
Die ideale durchschnittliche Dauer für eine erste Stelle liegt bei nur einem Jahr, und eine große Mehrheit von 85% plant insgesamt nicht länger als zwei Jahre im ersten Job zu bleiben.
Mehr als ein Drittel geht sogar davon aus, in den nächsten Jahren die Branche und den geografischen Standort gewechselt zu haben. Bereits während des Studiums zieht mehr als die Hälfte der Befragten in Betracht, sich langfristig beruflich neu zu orientieren, sei es auf eigenen Wunsch oder aufgrund äußerer Umstände. Diese Unsicherheiten stehen auch in engem Zusammenhang mit den raschen technologischen Veränderungen: 40% machen sich Sorgen über die Auswirkungen von KI auf ihren Beruf.